
Art.Nr.: SZN418
Der „Kampf gegen Rechts“ ist heute zum alle Politikfelder beherrschenden Motiv der offiziellen Politik, der etablierten Parteien und einer kritiklosen, servilen Medienzunft geworden. Durch eine jahrelange linke Propaganda wurden dabei die Unterschiede zwischen rechts, rechtsradikal und rechtsextremistisch verwischt und rechtes Gedankengut als grundsätzlich antidemokratisch und menschenfeindlich diffamiert. Dieses Zerrbild dient aber erkennbar der Erzeugung eines machtpolitisch begründeten linken Legitimitätsmonopols zur Ausschaltung jeder rechten Opposition.
Der Rechtsanwalt und Publizist Klaus Kunze analysiert in seinem neuen Buch Das rechte Weltbild spezifisch rechte Denkstrukturen und typisch rechte Denkinhalte: Rechtes Denken lässt sich nicht als Reaktion auf linksideologische Zumutungen verstehen, sondern beruht auf eigenständigen philosophischen Traditionen. Die rechte Denkstruktur erweist sich als aufgeklärt, realistisch und an naturwissenschaftlichen Fakten orientiert. Das persönliche Bedürfnis nach geistiger Selbstbestimmung und politischer Freiheit entspringt dem Willen, die eigene Identität zu behaupten. Im rechten Weltbild ist kein Platz für fremdbestimmende Metaphysik der herrschenden „Priesterkaste der Intellektuellen“ (Schelsky).
Rechte streben vielmehr nach Selbstbehauptung: um die eigene persönliche und ethnische Identität zu wahren, in einer manchmal chaotisch scheinenden Welt zu bestehen, die eigenen Angehörigen zu schützen und eine generationenübergreifende Identifikation und Solidarität zu ermöglichen. Im rechten Weltbild geht es um Liebe zur Heimat, zum eigenen Volk und Vaterland, zur Muttersprache und Mundart, um Respekt vor historisch Gewordenem in seiner Mannigfaltigkeit, um staunende Zuwendung zu allem Schönen, Harmonischen und Geordneten und um die Wertschätzung der Vielfalt von Kulturen und Völkern.
Der Autor: Klaus Kunze, seit 1984 selbständiger Rechtsanwalt in Uslar, von 1970-71 Herausgeber eines Science-Fiction-Fanmagazins, von 1977 bis 1979 Korrespondent der Zeitung student in Köln, seit 1978 diverse Beiträge in genealogischen und heimatkundlichen Fachzeitschriften, seit 1989 Beiträge für politische Zeitschriften wie die Wochenzeitung Junge Freiheit.
Klaus Kunze - Das rechte Weltbild. Freiheit - Identität - Selbstbehauptung. Lindenbaum-Verlag, Beltheim-Schnellbach 2024, 218 Seiten, Paperback, 19,80 €.
Wider die Bequemlichkeit des Denkens: Buchbesprechung aus Nationaler Sozialismus Heute #54:
Eines vorweg: Klaus Kunze erfindet mit seinem Buch das Rad nicht neu, und das scheint er auch gar nicht zu wollen. Sein Anspruch mag bescheidener sein – er möchte Ordnung schaffen, und dieses Buch bringt Ordnung in ein Weltbild, das allzu oft von der falschen Seite mit Lautstärke, unbändigen Emotionen und negativen Zuschreibungen gebrandmarkt wird. In der heutigen Zeit, wo politische Begriffe zunehmend verschwimmen, bietet Klaus Kunze eine klar strukturierte und analytische Auseinandersetzung mit unseren rechten Denkweisen, den vermeintlichen ideologischen Grundlagen und unseren dazugehörigen Wahrnehmungen zu dieser Weltanschauung.
Ursprünglich erschien das Buch im Jahr 2024. Von außen betrachtet möchte man meinen, dass Klaus Kunze mit „Das rechte Weltbild. Freiheit – Identität – Selbstbehauptung“ nur ein weiteres Buch in jenem wachsenden Regal verfasst hat, in dem die politische Rechte über sich selbst nachdenkt. Zum Vergleich könnte man auch sofort zu Norbert Borrmanns „Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein“ und Karlheinz Weißmanns „Rechts oder Links“ greifen, doch erweist sich Kunzes Werk als der eindeutig bessere Griff in das Bücherregal. Das liegt nicht daran, dass die anderen Autoren schlechtere Arbeiten kreiert hätten, sondern vielmehr daran, dass Kunze einen, für in dieser Kategorie denkenden Intellektuellen, keinen komplexen Sprachgebrauch verwendet und einen sehr ruhigen und reflektierten Ton wahrt. „Das rechte Weltbild“ liest sich nicht wie ein Weg mit Stolpersteinen, sondern wie eine verständliche, systematische und klar gegliederte Analyse.
Klaus Kunze gelingt es, die rechten Denkstrukturen chronologisch und analytisch aufzubereiten, ohne in polemische oder agitatorische Sprache zu verfallen. Mit wissenschaftlicher Präzision schreibt er die Denkstruktur, die emotionalen Grundlagen, die Mythen, religiösen Bezüge und moralischen Fundamente des rechten Weltbildes nieder. Dabei bleibt er stilsicher von der ersten bis zur letzten Seite, und das in einem nüchternen, aber dennoch engagierten Ton. Klaus Kunze ist somit in der Lage, das rechte Denken ohne all seine Vorurteile oder Verklärungen zu beschreiben – er widerspricht in klarer, sauberer und in verständlicher Textur all den Feindbildern, den Parolen oder Fremdanalysen, welche dem rechten Weltbild negativ angeknüpft wurden. In dieser Niederschrift finden wir ein klares Fundament für das rechte Weltbild niedergeschrieben, das – moralisch und ethisch –ganzheitlich vertretbar ist. Er hat mit seinen Worten all das, was dem rechten Weltbild entspricht, klar und verständlich ausformuliert und somit das perfekte Nachschlagewerk geschaffen, welches dem Fundament unserer Normen und Werte nun einen klaren Ausdruck verleiht.
„Das rechte Weltbild“ ist kein tiefberührendes Manifest, es ist eine sachliche Auseinandersetzung, die zeigt, dass konservatives Denken nicht automatisch reaktionär ist, dass Identität nicht Ausschluss bedeutet und dass Selbstbehauptung in der heutigen Zeit keine Schande, sondern eine Notwendigkeit ist. Jenseits von allen rechten Etiketten kreierte Klaus Kunze ein Buch, das sachlich den Kern aller rechten Hintergründe zu Ideologie und Weltanschauung, widerspiegelt. Dieses Buch eignet sich für alle, die sich ernsthaft mit dem rechten Weltbild auseinandersetzen wollen – für Neulinge, die ihre politische Verortung erst festmachen müssen, ebenso aber auch für jene, die ihre eigenen Haltungen und Erkenntnisse kritisch hinterfragen möchten. Es ist eine zielführende Lektüre für Menschen, die bereit sind, sich mit den wirklichen Motiven, den Werten und den Denkstrukturen, welche Ursprung einer rechten Geistesentwicklung sind, ohne moralische Vorverurteilung auseinanderzusetzen.
Am Ende bleibt der Eindruck eines Autors, der nicht bekehren möchte, sondern verstehen lässt. „Das rechte Weltbild“ ist kein agitatorisches Schriftwerk und auch kein mahnendes Bollwerk an eifriger Selbstüberhöhung; dieses Buch ist ein verlässlicher Kompass durch den geistigen Nebel, es bietet Ordnung und Halteseile – es ist ein Buch für all jene, die bereit sind, jenseits der Bequemlichkeit des Denkens (Denkfaulheit) ihren eigenen Standpunkt zu finden.
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