Clemens, Björn - Die Höllenfahrt der Republik

Art.Nr.: SZN631

Im vorliegenden Buch seziert Björn Clemens mit der ihm eigenen beißenden Schärfe die Fäulnis eines politischen Systems, das ihm zum Tode geweiht scheint. Er gehört damit zu den wenigen, die im Anschluss an Günter Maschkes „Verschwörung der Flakhelfer“ und Hans-Dietrich Sanders Nationalem Imperativ die Missstände der Gegenwart nahezu vollständig auf das Jahr 1945 und den darauf folgenden Vasallenstatus der Bundesrepublik Deutschland zurückführen. Diese Feststellung erhält nicht nur eine Analyse der Kräfte, die als Kaste seit 75 Jahren herumwursteln, sondern auch der Angebote, die jene präsentieren, die sich Alternative nennen. Anders ausgedrückt: mit kosmetischen Eingriffen ist es nicht getan, will man Freiheit und Souveränität des Deutschen Volkes erreichen. Es muss eine grundlegende Neubestimmung erfolgen, wie sie seit 1990 ausgeblieben ist. Jeden Tag, der abläuft, wird sie überfälliger.

Der Autor hat viele der beschriebenen Ereignisse und Begebenheiten selbst erlebt, was den Wert seiner Texte nicht nur als Analyse, sondern auch als Beobachtung eines Zeitzeugen hervorhebt.

Björn Clemens - Die Höllenfahrt der Republik. MetaPol-Verlag, Berlin 2025, 360 Seiten, Festeinband, 23,00 €.


Hoffnung blitzt aus dem Verfall: Buchbesprechung aus Nationaler Sozialismus Heute #53:

Der promovierte Rechtswissenschaftler Björn Clemens hat sich in rechten / nationalen Kreisen nicht nur als Strafverteidiger und Verwaltungsrechtler einen Namen gemacht, sondern auch als Verfasser unter anderem von Gedichtbänden, satirischen Geschichten, einem Justizroman und vorliegend seinem neuesten Werk „Die Höllenfahrt der Republik“, einer über mehrere Jahrzehnte entstandenen Aufsatzsammlung. Wo die Reise in diesem Buch hingeht, zeigt nicht nur der Titel, sondern auch der Frontdeckel, der einen untergehenden Dampfer ähnlich der Titanic darstellt: mit Volldampf in den Untergang.

Dementsprechend ist das Grundthema die Zersetzung, die in allen Bereichen dieses Landes wuchert: Von der Verteidigungs- und Außenpolitik, dem fehlenden Ehrenschutz der Bundeswehr beziehungsweise des Soldatentums überhaupt bis hin zum zivilreligiösen Schuldkult, den Jahren der Corona-Tyrannei und der verhängnisvollen Einwanderungspolitik der „Stiefmutter“. In dem unsäglichen „Refugees welcome“ kristallisiere sich schließlich das nichtstaatliche Selbstbild, die Identität des „homo bundesrepublicaniensis“ heraus.

Clemens zeigt auf, wie durch und durch politisiert die Justiz ist und schildert konkrete Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit, bei denen sich die Herrschenden partout nicht an ihre eigenen Gesetze halten wollten – selbst dann nicht, wenn Verwaltungsgerichte den Rechtsbruch glasklar festgestellt haben. Der Autor schreibt dazu: „Der offenkundig werdende Rechtsbruch zeigt die nackte Willkür, die heute allerorten geübt wird, um nationale Kräfte zu diskriminieren. Die Macht dazu hat das System. Aber es muss das Recht brechen, um seine Macht auszuüben.“ Dass hier ein mit allen juristischen Wassern gewaschener Rechtsanwalt schreibt, wird in dem Buch immer wieder deutlich, sodass in manchen Abschnitten ein gewisses Interesse des Lesers an juristischen Vorgängen von Vorteil ist. – Jedenfalls hat der Autor mittlerweile genügend Erfahrung gesammelt, um später dabei mitzuhelfen, die heutigen Machthaber anzuklagen.

Manche Thesen des Autors werden jedoch insbesondere bei Revisionisten lebhaften Widerspruch herausfordern, und auch der in bürgerlich-rechten Kreisen immer wieder auftretende Krampf, den herrschenden Antifaschismus auf Teufel komm‘ raus in einen „Faschismus“ umzudeuten, ist bestenfalls überflüssig. Man kann den Faschismus unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten, aber er hat es ganz bestimmt nicht verdient, mit dem herrschenden links-grün-woken Meinungstotalitarismus gleichgesetzt zu werden.

Stark ist der Autor dort, wo es um Grundsätzliches geht: Um den Untertanengeist der Deutschen in der realexistierenden BRD, ihre Gut- beziehungsweise Dummgläubigkeit, ihre „Ortlosigkeit“, weshalb sie kein geographisches und kein geistiges Zentrum haben. Die Beschreibung von „Heimat“ als Ort der geistigen und räumlichen Ge- und Verbundenheit mit seinem Volk ist besonders gut gelungen. Und auch, wenn der ehemalige „Republikaner“-Funktionär aus einem Bereich kommt, den wir Nationalisten als „bürgerlich“ bezeichnen würden, verfällt der Autor nicht in den Irrglauben, man könnte mit ein paar Reformen den Karren wieder aus dem Dreck ziehen, sondern er fordert einen inhaltlich neuen Staat, eine Erneuerung der gesamten politischen Ordnung: „Manch konservativer Quacksalber will am Katzentisch der Machthaber sitzen. Der nationale Erneuerer will diesen Tisch umstoßen.“ Auch wenn sich mehr der Verfall als die Hoffnung durch das Buch zieht – wer könnte es ihm verdenken? –, ist es keine reine Chronik des Untergangs, da immer wieder der Hoffnungsschimmer eines besseren Deutschlands durchblitzt. Da manche Aufsätze aus der Zeit ihrer Entstehung heraus besser zu verstehen sind, empfiehlt es sich, im Quellenanhang des Buches das Datum der jeweiligen Ersterscheinung nachzuschlagen.

Preis:

23,00 EUR

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Clemens, Björn - Die Höllenfahrt der Republik